Geiselstein

Der Geiselstein ist ein 1882 m hoher Berg im Naturschutzgebiet Ammergauer Alpen in Südbayern.[1] Der Gipfel des Kalkberges ist ein beliebtes Kletterrevier mit zahlreichen, teilweise sehr anspruchsvollen Routen. Auch der Normalweg ermöglicht nur dem schwindelfreien, trittsicheren und klettererfahrenen Bergsteiger den Aufstieg. Wegen ihrer markanten Gestalt wird die freistehende Felspyramide manchmal als das „Matterhorn der Ammergauer Alpen“ bezeichnet. Die Nordwand des Geiselsteins fällt etwa 400 Meter ins Tal ab.

Stützpunkte und Wege

Man kann den Geiselstein leicht erreichen, wenn man von Halblech aus mit dem Kenzenbus über rund 12 km durch das Halblechtal bis zum Wankerfleck oder zur Kenzenhütte fährt. Auch mit dem Fahrrad sind beide Ausgangspunkte gut erreichbar. Ein Wanderweg führt in ca. 45 Minuten von der Kenzenhütte zum Kenzensattel. Von dort steigt man noch ungefähr eine Stunde zum südwestlich des Berges gelegenen Geiselsteinsattel auf. Gut ausgebaute Bergsteige gestatten dem normalen Bergwanderer die Umrundung des Massivs. Eine Besteigung ist nur mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung möglich.

Der Aufstieg über den Normalweg wird in der Führerliteratur meist mit dem Schwierigkeitsgrad I, eine Stelle II (UIAA) klassifiziert. Als Gipfelziel für den normalen Bergwanderer ist in diesem Gebiet der (1745 m) oder die Hochplatte (2082 m) anzusehen, welche mit ein wenig Trittsicherheit sehr gut zu besteigen sind.

Trivia

Im Jahr 2003 fielen im Geiselsteingebiet zwei der Diözese Augsburg inkardinierte Priester tödlichen Abstürzen zum Opfer, Pfarrer Ulrich Fink aus Wildpoldsried am 16. Juni und Pfarrer Peter Mayr aus Halblech am 7. Juli dieses Jahres.[2][3][4] Der Tod des ersteren wurde in zwei Artikeln vom Vortag fälschlich für die Gehrenspitze gemeldet.[5][6] Der Name des Berges rührt von dem Schatten her, den er bei Sonnenschein auf die benachbarte Hochplatte wirft.[7]

Literatur

  • Dieter Seibert: AVF Allgäuer Alpen und Ammergauer Alpen, Rother Verlag München 2004, ISBN 3-7633-1126-2

Weblinks

Commons: Geiselstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Landesamt für Vermessung und Geoinformation Bayern: Digitale Topographische Karte 1:25 000, BayernAtlas, abgerufen am 9. Januar 2016
  2. Todesanzeige der Gemeinde Wildpoldsried, PDF, 3. Juli 2003
  3. Nachruf auf Pfarrer Ulrich Fink@1@2 (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , Medjugorje Aktuell Nr. 55
  4. Der Pfarrer Mayr Weg auf allgaeu-ausfluege.de
  5. Durch die Reichenbachklamm ... (Memento des Originals vom 7. Februar 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2, Artikel vom 15. Juni 2003 auf reichenbachklamm.de
  6. Breitenbergbahn - Aggenstein, Allgäu-Ausflüge, 15. Juni 2003
  7. Schatten des Geiselstein auf der Hochplatte, Private Seite