Spitzkofel, 2718 m

Wer vom Klammbrückl aus in die 33 m tiefe, schachtartige Felsschlucht schaut und das unendliche Spiel des wilden Wassers betrachtet, versteht, dass dieser Bereich zum Naturdenkmal erklärt worden ist. Beachtenswert ist ebenso der Klapffall, ein Naturdenkmal im Talinneren.

Talort: Leisach, 3 km südwestl. von Lienz.
Ausgangspunkt: Klammbrückl im Kerschbaumertal, 1096 m, Parkplatz, von Leisach unter der Bahn Richtung Amlacher Kraftwerk, zu Fuß 1½ Std.
Anforderungen: Ausdauer, Trittsicherheit und gutes Wetter erforderlich; markiert, am Spitzkofel Eisenbügel und Stahlseile, Ungeübte dort sichern.
Höhenunterschied: 1680 m.
Einkehrmöglichkeit: Kerschbaumeralm, ÖTK, 1902 m, Pfingsten – September. 17 Betten, 20 Lager, Tel. +43/664/3034647.

Der Steig vom Klammbrückl ins Kerschbaumertal (Schranken) kreuzt viermal den Fahrweg, ab dem Brandgraben (Schotterreiße) dient er auch zum Viehtrieb. Hier weist eine Tafel am Fels zur Kerschbaumeralm, ½ Std. Wir überwinden noch eine Felsstufe, passieren ein Gatter und schreiten unter schütteren Lärchen der Kerschbaumeralm (Stall) und 10 Min. später dem Schutzhaus entgegen.

Zum Spitzkofel führt ein Steig südwestlich über grüne Bergweiden. Dort, wo links, südlich, der Hans Falkner-Weg abzweigt (20 Min.), führt unser Steig rechts über dünn mit Lärchen bestockte Rücken hinauf in die Moränenlandschaft der oberen Almböden. Zum sichtbaren Hallebachtörl leitet der Steig über Hochweiden und in Kehren, zuletzt deutlich steiler, zum Übergang, 2399 m, 1¼ Std. Vor uns breitet sich das Hallebachtal mit weiträumigen Halden aus. Nach kurzem Abstieg vom Törl durchschreiten wir die hellgrauen Halden hin zum Einstieg am Südfuß des Spitzkofels (Pfeil, Stahlseil). Die nächste Etappe zur Linderhütte, 2684 m (unbew., 8 Schlafplätze) ist im Steilgelände durch Eisenbügel, Stahlseile und Markierung nicht zu verfehlen. Der weitere Anstieg wendet sich kurz östlich und über einen niederen Felsgrat auf dessen Schattseite. Dort führt eine Rinne (Seil) mit geringem Gefälle auf eine flache Schuttkanzel hinab; wir gehen kurz quer zum schmalen Felstor. Ausreichend versichert geht es nun steiler in eine schattige Nische hinab und zur Spitzkofelscharte (2650 m), dem tiefsten Punkt der Spitzkofel-Gipfeltour. Von dort südseitig über Bänder und unschwierige Schrofen hinauf zum Kreuz mit Buch, 40 Min. Der 2000 Hm über dem Lienzer Talboden aufgerichtete Spitzkofel belohnt mit hervorragender Aussicht.
Der Abstieg erfolgt auf der Aufstiegsroute.

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