Riepenspitze, 2774 m

Ein schönes Etappenziel bietet der von Sagen umrankte Schwarzsee. Unter den sieben namensgleichen Seen in Osttirol zählt er zu den schönsten. Dem Kulturinteressierten ist der Besuch der 1993 renovierten Wegelate-Säge im Arntal eine angenehme Pflicht und den Aufenthalt wert.

Talort: Innervillgraten, 1402 m.
Ausgangspunkt: Unterstalleralm, 1664 m Parkplatz, 6,5 km von Innervillgraten.
Anforderungen: Mäßig schwierig, am Gipfel (»schwarz«) steil, Trittsicherheit ratsam, Altschnee bis Anfang Juli möglich.
Höhenunterschied: 1125 m.
Einkehrmöglichkeiten: Unterstalleralm, Almgasthaus, Anfang Juni – Mitte Okt., Nächtigung möglich, Tel. +43/4846/6575 oder +43/664/73725658.

Im Bereich der Unterstalleralm bieten sich zwei Anstiegsmöglichkeiten zum Schwarzsee an: Die mit 15 bez. Variante führt in der Hochtalsohle über den Arntaler Bach und auf teils steinigem Steig kehrenreich empor zum sogenannten Restlangarten, ein sich unter einem Pultdach duckenden Viehstall, 2241 m, 1 ¾ Std. Die Variante 15a führt vom Berggasthaus Unterstalleralm ca. 10 Min. bergan, wo der Staller Wiesenweg den Arntaler Bach und anschließend sonnige Bergwiesen quert. Nach etwa 20 Min. weisen Tafeln zur Oberstalleralm, zum Villgrater Törl und zum Schwarzsee, wohin wir auf angenehmerer Route den erwähnten Restlangarten erreichen. Zum Schwarzsee, 2455 m, erwartet uns ein etwas alpin angehauchter, felsig durchzogener Aufschwung. Über Platten und an Blöcken vorbei, über Felsstufen und kleine Rinnsale sowie auf Markierung und Pfeile achtend, gelangen wir zum Abfluss des unerwartet schönen und geheimnisvoll dunklen Schwarzsee, 1 Std.

Zur Riepenspitze umwandern wir den See rechts auf einem Fels-Rasenrücken, 2510 m. Wo nur ein kleines, verzweigtes Bächlein den Schwarzsee speist, der Wind die sanften Wollgrasblüten wiegt und helles Moos die Schritte geräuschlos macht, zweigt unsere Markierung nach einem geschichteten Steingeviert links ab, ¼ Std. Wir betreten eine Hochgebirgslandschaft von besonderem Reiz. Vergangene Eiszeiten haben am Fels geschürft, der in unregelmäßigen Stufen zur Riepenspitze ansteigt. Über Felssockel und Moostreppen schreiten wir an steinumfassten Tümpeln vorbei. Mit lilafarbenem Speik besetzte Schuttbänder lenken zum Nordgrat, auf dem wir zuletzt etwas steil den Gipfel der Riepenspitze mit Kreuz und Vermessungszeichen erreichen.
Der Abstieg erfolgt zum erwähnten Restlangarten, wo der mit 15a bez. Steig eine Rundtour einleitet. Er führt um eine Geländekante, dann über den Abfluss des Schwarzsees und wenig später an einer alten Schupfe vorbei. Prächtige Zirben stehen wie Wächter auf steilem Hang, Erlen beschatten den (1997 erneuerten) Steig. Er windet sich über Hangstufen hinab und durchläuft zwei mit Erlendickicht überwucherte Bachgräben. Bei leichtem Gefälle überqueren wir Bergmähder bis hin zu einem Almkreuz, wo, abkürzend und vertikal verlaufend, der vom Villgrater Törl kommende Steig hinab zur Unterstalleralm führt, ½ Std.

Wir bevorzugen die Richtung zur Oberstalleralm, wo uns bald ein breiter Weg etwas Bequemlichkeit und anschließend der Wald Schatten an warmen Sommertagen gibt. Im Abschluss überschreiten wir jenen Geröllgraben, der an Unwettertagen die Oberstalleralm bedrohen kann. Dort bannt seit Jahren erfolgreich die Schutzengelkapelle die Unwetter, so dass nichts das aufgeräumte, anmutige Almdorf beeinträchtigen kann. Hinab zur Unterstalleralm führt eine Asphaltstraße, ½ Std.

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