Klettersteig-Event für Anfänger

Mitte Februar wurde der Klettersteig Schnuppertag über die Social-Media-Kanäle Facebook und Google+ angekündigt und innerhalb weniger Stunden waren die verfügbaren 24 Teilnehmerplätze restlos ausgebucht. Kein Wunder, denn das Programm war mehr als vielversprechend: Leitung durch die DAV Summit Club-Bergführer, Leihausrüstung,1 Softshelljacke von Adidas Outdoor und ein gemeinsames Essen vo Ort im Resnhof inklusive.

24 Teilnehmer aus ganz Deutschland

Zum einen sollte mit der Aktion der Start in die Klettersteigsaison 2012 eingeläutet werden und zum anderen sollten Anfänger an den “Trendsport” Klettersteig herangeführt werden. Für die nötige Fachkenntnis und das richtige Handling der Ausrüstung sorgten 3 erfahrene Bergführer vom DAV Summit Club, die die 24 Teilnehmer – aufgeteilt in 3 Gruppen – durch die Klettersteige führten.

Start der Aktion war um 10 Uhr am Wanderparkplatz zwischen Hegendorf und Neutras. Alle Teilnehmer fanden sich pünktlich ein, wobei einige doch ziemliche Strapazen für den Schnuppertag auf sich nahmen. Ein Teilnehmer trat von Heidelberg um 2 Uhr nachts die Anreise mit dem Zug nach Etzelwang an und wanderte dann zu Fuß bis zum Ausgangspunkt. Somit war er “warmgelaufen” und fit für den Klettersteig! Insgesamt war es ein buntes Teilnehmerfeld aus allen Himmelsrichtungen der Republik (Bonn, München, Karlsruhe, Nürnberg, Erlangen, etc.).

Warm-up in der Via Ferrata Bambini

Nach knapp 15 Minuten Zustieg über freie Felder und durch den Wald war der Fußpunkt vom Höhenglücksteig sowie der rechts davon gelegenen Via Via Ferrata Bambini erreicht. Hier wurden die Teilnehmer zunächst in das Thema Klettersteig eingewiesen und das sogenannte “Anrödeln”. Jeder Teilnehmer wurde leihweise mit einem Klettersteig-Set, einem Klettergurt sowie einem Kletterhelm ausgestattet. Nach der Einweisung kam dann schon gleich der erste “Eisenkontakt” bei der Via Ferrata Bambini. Hier gibt es die sogenannten Sektoren I und II, wo die Teilnehmer vom Boden aus an kurzen Übungsdrahtseil am Felsen, das richtige “Klicken” üben können. Beim Klettersteigen ist Redundanz wichtig und oberstes Gebot, d.h. es müssen immer 2 Karabiner eingehängt sein, so dass beim Umhängen – wenn 1 Karabiner gelöst wird – der 2.Karabiner weiterhin eingehängt bleibt. Nachdem alle Teilnehmer diese “Trockenübung” mit Bravour gemeistert hatten, ging es schon in die Via Via Ferrata Bambini. “Diese Steiganlage ist speziell für Kinder mit kurzen Tritt- und Griffabständen angelegt worden, dient aber auch für “Große” als optimaler Trainingsparcour”, sagt Ralf Stute von via-ferrata.de.

ungesicherter Einstiegskamin und schöne Querungen

Klettersteig HöhenglücksteigNun wurde es ernst: Ein ungesicherter 6m hoher Kamin stellt den Auftakt des Höhenglückssteig dar. Zwar dienen 2 Trittstifte und eine Klammer als zusätzliche Steighilfe, doch das fehlende Sicherungsseil sorgt dann doch für einen Extra-Schub an Adrenalin! “Vor allem in den Dolomiten findet man öfter auch Teilpassagen inmitten von Klettersteigen, die solche ungesicherte Passagen aufweisen”, erläutert Birgit Aschenbrenner vom DAV Summit Club. Fast alle Teilnehmer wollten sich allerdings dieser Herausforderung stellen und meisterten sie mit Bravour.

Der weitere Steigverlauf ist nun Genuß pur. Bei perfektem Wetter standen nun herrliche Querungen mit schönen Ausblicken in die Hersbrucker Schweiz auf dem Programm. Der 1.Teil ist der längste Teil des Höhenglücksteigs und bot für die Klettersteiganfänger die perfekten Bedingungen für´s Klettersteigen. Die ganz hartgesottenen hatten sich zudem an der sehr schwierigen Wittmannschikane ausgetobt – die allerdings problemlos von anderen Teilnehmern umgangen werden konnte.

Geocaching – 404

Unter den Teilnehmern waren auch etliche Freunde des Geocaching – sprich virtuelle Schatzsucher – ,die sich im Vorfeld den Geocache “Höhenglück All Parts (GC1EK7G)” im Zuge des Events herausgesucht hatten. Die Aufgaben hierbei sind den Höhenglücksteig über alle 3 Sektionen zu durchlaufen und in den einzelnen Passagen Jahreszahlen oder andere Hinweise zu entdecken, die dann final auf den “Schatz” verweisen.

Lustigerweise waren auch andere Geocacher vor Ort beim Klettern und wussten, dass Ihre “Geocaching-Freunde” hier mit der Gruppe unterwegs sind. Sie machten sich deshalb einen besonderen Spass und “verschleierten” den Hinweis in der 2.Sektion, in dem Sie auf die Zinne kletterten, auf der der Schriftzug der Fahne den Hinweis darstellte, und “verschleierten” diesen mit einem Banner “404-Error”. Nur gut, dass einige in der Gruppe dabei waren, die von früheren Begehungen wussten was auf der Fahne steht 😉

Die 3.Sektion, die als sehr schwierig einzustufen ist, blieb denjenigen vorbehalten, die noch genug “Armschmalz” hatten. Der Rest der Gruppe wartete bereits am Aufstieg und alle waren mit sich und dem geleisteten zufrieden! In knapp 30 Minuten wanderte die Gruppe dann wieder zurück zum Ausgangspunkt und es wurde der gemütliche Teil am Resnhof eingeläutet. Schnitzel, Bratwürste, Lendchen und andere Schmankerl standen auf der Speisekarte für die Teilnehmer zur kostenfreien Auswahl und bei einem Bierchen wurden nochmals die gegangen Passagen Revue passiert.

Verlosung eines Ausrüstungspaketes und einer Klettersteigreise

Als “großes” Finale stand noch die “Ausrüstung” der Teilnehmer mit den neuesten Adidas TERREX Softshell Jacken sowie die Verlosung eines Ausrüstungs-Paketes von Adidas sowie einem 4-tägigen Klettersteigkurs vom DAV Summit Club auf dem Programm. Alle waren sich am Ende einig, dass das ein Wahnsinns-Event war – es passte einfach alles: Das Wetter, die Leute und auch die Verpflegung! Da bleibt man nur sagen, auf ein Neues…

Ach ja – der Geocache “Höhenglück all Parts” wurde natürlich auch noch erfolgreich geloggt 😉

Video vom Höhenglücksteig

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