Große Kinigat, 2689 m

Am höchsten Gipfel in diesem Bereich steht seit 1979 das mächtige Friedenskreuz. »Nie wieder Krieg« kündet das von italienischen und österreichischen Bergsteigern errichtete Mahnmal, wo jeden August eine Bergmesse abgehalten wird.

Talort: Kartitsch/Erschbaum im Tiroler Gailtal, regelmäßiger Postbusverkehr.
Ausgangspunkt: Lusser Säge, 1300 m (700 m östl. von Kartitsch nach Süden ab).
Anforderungen: Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich. Unschwierig, allerdings Vorsicht auf der Felsrampe der Kinigat, markiert, im Felsbereich Seilsicherung.
Höhenunterschied: 1400 m.
Einkehrmöglichkeit: Filmoor-Standschützenhütte, 2350 m, ÖAV-Sektion Austria, Juni – Oktober, 15 Schlafplätze, Tel. +43/4848/5277 oder +43/664/1127153 (Funk vom Klammerwirt in Rauchenbach).

Von der Lusser Säge an der Gail folgen wir dem Grenzland-Wanderweg am Erschbaumer Bach entlang ins Erschbaumer Tal. Auf ca. 1500 m überqueren wir den Bach, wo der Weg von Rauchenbach her einmündet, ¾ Std. Weiter taleinwärts bleibt das Auto am Bachrand (Wegende). Dort führt ein Kehrensteig links am Staudenhang empor, mit Relikten aus dem I. Weltkrieg. Auf einer Hangnase steht die kleine Tscharrehütte (1935 m, Unterstand, Tisch und Bank, 1¾ – 2 Std.). Südöstlich verläuft der Steig durch das obere Erschbaumer Tal, begrenzt von den Wandfluchten der Großen Kinigat (mit Kreuz) und der Königswand. Zur Linken wirkt die lange Liköfelwand wesentlich schmächtiger. Im von Bergsturztrümmern übersäten oberen Talbereich weist eine Tafel zur mächtigen Nordwand der Großen Kinigat und zum 650 m langen Klettersteig. Mit einer Länge von 400 Hm und der Schwierigkeit C bleibt er nur sehr erfahrenen Bergsteigern vorbehalten. Zum Hintersattel schlängelt sich der Steig in mehreren Kehren empor (1¼ Std., Tafel). Der Übergang schmiegt sich eng an den Fels der Königswand, die auf mittelsteiler Halde ostseitig umgangen wird. Zur Standschützenhütte geht es etwa 20 Min. bergab.

Zur Großen Kinigat (Monte Cavallino) verlassen wir die Hütte in westlicher Richtung. Über grasbewachsene Rücken erreichen wir den Filmoorsattel am Karnischen Kamm, 2453 m, 20 Min. Vor uns breitet sich die weite, helle Halde aus, die der Königswand und der Kinigat südlich zu Füßen liegt. Gleichmäßig steigend durchmisst ein Pfad die im Sommer mit gelbem Alpenmohn gezierte Halde und nähert sich der schmalen Felsrampe, die den Aufstieg zum Gipfel vermittelt. Ein Stahlseil ist an dieser felsigen und mit etwas Vorsicht zu begehenden Stelle hilfreich. Ohne Problem erreichen wir das nach Norden geneigte große Gipfelkar mit Resten ehemaliger Kriegsstellungen. Nur 10 Min. entfernt steht das Friedenskreuz (Europakreuz) auf der Großen Kinigat.

Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute.

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